Es fängt so mancher weise Mann/ ein gutes Werk zwar fröhlich an/ und bringt's doch nicht zu Stande,/ er baut ein Schloss und festes Haus, / doch nur auf lauter Sande.
Gib mir Verstand aus Deiner Höh,/ auf dass ich ja nicht ruh und steh/ auf meinem eignen Willen;/ sei Du mein Freund und Rat,/ was recht ist, zu erfüllen.
Ist ja der Anfang etwas schwer/ und muss ich auch ins tiefe Meer/ der bittern Sorgen treten,/ so treib mich nur, ohn' Unterlass/ zu seufzen und zu beten.
Wer fleißig betet und Dir traut,/ wird alles, davor sonst ihm graut,/ mit tapferm Mut bezwingen;/ sein Sorgenstein wird in der Eil/ in tausend Stücke springen.
Du bist mein Vater, ich Dein Kind;/ was ich bei mir nicht hab und find,/ hast Du zu aller G'nüge./ So hilf nur, dass ich meinen Stand/ wohl halt und herrlich siege.
Paul Gerhard, 1653, Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun (Gesangbuch der evangelischen Brüdergemeine, Basel 2007)