Freitag, 9. Juli 2010

Zwei kleine Geschichten

... die mich amüsiert haben - aber auch nicht ohne hilfreiche Einsichten sind!

Das Original kann man auf Englisch in einer Predigt von Danny Silk - podcast von Bethel Church Reading hören, unter dem Titel "The seed remains in you" - meine Version ist etwas "gefrankt" worden...

Da war einmal ein Esel. Der hatte einen bösen Feind und der grub ihm eine tiefe Grube, darin den Esel zu fangen. Dummerweise fiel der Esel tatsächlich in die Grube und da saß er nun, tief unten und konnte nicht wieder heraus. Sein Feind, weil er ein wirklich böser Feind war, war nicht zufrieden damit, den Esel in der Grube zu sehen, sondern er bewarf ihn tagaus, tagein mit Dreck, um ihn vollends zu begraben. Das gefiel dem Esel nicht, aber es gelang ihm einige Tage lang, den Dreck immer wieder von seinem Rücken zu schütteln. Der Feind hörte nicht auf, ihn mit Dreck zu bewerfen! Nachdem dies einige Zeit schon so gegangen war, dachte der Esel einen schlauen Gedanken: "Wenn der weiter so viel Dreck in meine Grube wirft, wird mein Loch immer flacher...." Das ermutigte den Esel, auch weiterhin den Dreck abzuschütteln, aber er tat es nun in einer neuen, hoffnungsvollen Haltung. Und es war gar nicht so lange, da war das Loch voll mit Dreck, der Esel aber trat heraus aus dem Loch und ging fröhlich pfeifend seiner Wege.

Das war Geschichte Nr.1

Geschichte 2 ist eigentlich ein Sprichwort:

DIE TÜR ZU UNSERER HOFFNUNGSVOLLEN ZUKUNFT WIRD BEWACHT VON FURCHTERRENGEND KNURRENDEN HUNDEN.

Da sind wir, hoffnungsvoll auf dem Weg in eine gute Zukunft, wir haben eine schöne Erwartung in uns, dass es alles noch viel, viel besser werden kann. Auf einmal sehen wir eine Tür vor uns, und sie hat genau die richtige Farbe und auf ihr steht: "Hier musst du lang gehen, dann kommst du in die schöne Zukunft, die du erhofft hast." Und es ist auch tatsächlich so, wenn du diesen Schritt tun kannst, wirst du wirklich viel weiter sein. - Und auf einmal hörst du ein schreckliches Knurren, das klingt so sehr nach "Ich werde dich beißen und zerreißen", dass dein Herz ganz automatisch anfängt, furchtsam zu schlagen. Du siehst die Tür - und du möchtest wirklich hindurch gehen - aber andererseits hast du ganz schön Angst dass die Hunde die da knurren, sehr schmerzhaft zubeißen werden. Was tun? Es gibt einfach keinen anderen Weg - du musst den Schritt wagen, - oder immer wissen, dass dein Leben anders hätte sein können, wenn du dich nur getraut hättest. Zitternd gehst du auf die Tür zu - das Knurren wird noch lauter und lauter - bis du dann fast die Türklinke in der Hand hast, und dich schnell zur Seite drehst, um die knurrenden Hunde anzuschauen:

Und da sitzen zwei Chihuahuas mit Megaphone!

Und die Moral von der Geschicht? Fürcht dich nicht!