" So höret nun ihr dieses Gleichnis von dem Säemann: Wenn jemand das Wort vom dem Reich hört ..." Matthäus 13,19a
Jesus beginnt dieses Gleichnis mit den Worten "Ein Säemann ging aus, zu säen." Hier haben wir eine schöne, altmodisch, landwirtschaftliche Szene. Ein Mann, der von Hand sein Land einsät. Er hat es sicher vorbereitet, der Boden ist aufgebrochen, gepflügt und fein gekrumt, jetzt ist das Wetter gerade richtig zum säen. Nicht zu heiss, nicht zu nass - er nimmt das teure Saatgut und bringt es im richtigen Mass auf das Feld. Dabei denkt er sicher nicht hauptsächlich "Ach, wie schön das Wetter heute ist und wie frisch die Luft", sondern er denkt hauptsächlich an das Ziel seiner Arbeit: die Ernte im der nächsten Saison.
Das ganze ist aber nur ein Gleichnis für eine praktische Aufgabe für alle Bürger des Gottesreiches. Es geht hier nicht um die landwirtschaftlichen Aufgaben, sondern um die Aufgaben des Gottesreiches. Aber es gibt Paralellen zwischen den beiden. Wo nicht gesät wird, kann auch nicht mit Ernte gerechnet werden. Wo kein Saatgut in vorbereitete Ernte fällt, da wird auch nicts wachsen als nur Unkraut, denn letzteres wächst von selbst, auch ohne Bauer. Wo aber eine gute Ernte wachsen soll, da ist ein fleissiger und fähiger Säemann nötig.
Und hier noch die praktische Anwendung für uns alle: Das Saatgut ist das Wort vom Reich. Gott möchte unsere Gedanken mit der Güte seines Reiches füllen, mit der Gerechtigkeit, Gnade, Barmherzigkeit und Nähe des wunder-vollen Gottesreiches. Vom Überfluss unseres Herzens soll unser Mund dann sprechen. Licht an dunklen Orten, Hoffnung wo keine ist, Mut den Mutlosen,Gerechtigkeit den Entrechteten, Liebe den einsamen Herzen. Sein Reich komme, sein Wille geschehe.
Wo kannst du den guten Samen säen? Wo sind die Felder für dich vorbereitet? Scheint die Gnadensonne heute, so dass du säen kannst?